Konica Hexanon AR 50 mm / F1,4 frühe f16-Version

Konica Hexanon AR 50 mm / F1,4
frühe f16-Version

Konica Hexanon AR 50 mm / F1,4 späte f22-Version

Konica Hexanon AR 50 mm / F1,4
späte f22-Version

Konica Hexanon AR 50 mm / F1,4

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Das Hexanon 50 mm / F1,4 ersetzte das ältere interner LinkHexanon AR 57 mm / F1,4 kurze Zeit nach Einführung der interner LinkAutoreflex T3.

Von Anfang an hatte das Hexanon AR 50 mm / F1,4 den Fokussierring mit Gummieinlage, die früheste Variante hat eine grüne EE-Markierung, alle späteren haben eine grüne AE-Markierung für automatische Belichtung.

Ungefähr um die Zeit der Einführung der interner LinkFS-1 wurde das Objektiv stark überarbeitet – bei unveränderter optischer Formel bekam es eine kleinste Blende 22 (vorher 16), und wurde deutlich leichter und etwas schlanker bei unveränderter Länge. Dafür verlor es die Rastpunkte für die halben Blendenwerte. Anders als bei der lichtschwächeren und günstigeren Alternative interner LinkHexanon AR 50 mm / F1,7 wurde der Mindestabstand von 0,45 m jedoch auch in der neueren Version beibehalten. Die spätere Variante wurde bis zur Einstellung des Konica-Spiegelreflexsystems 1987 angeboten.

Die Abbildungsleistungen sind hervorragend, das Hexanon AR 50 mm / F1,4 zeichet sehr scharfe und kontrastreiche Bilder mit neutraler Farbwiedergabe – die Ergebnisse sind hinsichtlich Schärfe nur minimal schlechter als beim legendären interner LinkHexanon AR 50 mm / F1,7, das als eines der schärfsten jemals gebauten Objektive gilt – man muss schon sehr genau hinsehen, um die Unterschiede überhaupt wahrzunehmen. Es ist jedenfalls bedeutend schärfer als sein Vorgänger interner LinkHexanon AR 57 mm / F1,4.

Als Zubehör war von Konica eine passende runde Metallstreulichtblende erhältlich. In späteren Ausführungen war diese laut Beschriftung auch für das interner LinkHexanon AR 40 mm / F1,8 und das interner LinkHexanon AR 85 mm / F1,8 vorgesehen.

Der Unterschied in der Lichtstärke zum günstigeren Normalobjektiv beträgt etwa 2/3 Blendenstufen – das ist heute längst nicht mehr so entscheidend wie zu einer Zeit, als der empfindlichste erhältliche Farbfilm Kodachrome 64 war. Manchmal ist die geringere Schärfentiefe bei voll geöffneter Blende trotzdem wünschenswert, besonders für Portraitaufnahmen. Und gerade in der Dämmerung ist es dann eben doch oft das entscheidende Quäntchen, das über verwacklungsfreie oder schon verwackelte Aufnahmen aus der Hand entscheidet.

Welcher Variante des Hexanon AR 50 mm / F1,4 man den Vorzug gibt, ist Geschmackssache – beide haben ihre Vorzüge. Wer viel mit manueller Belichtungseinstellung auf Diafilm fotografiert, wird vielleicht Wert legen auf die präziseren Blendeneinstellmöglichkeiten mit Rastwerten für halbe Blendenwerte an der älteren Variante, andere bevorzugen vielleicht das geringere Gewicht der neueren Variante. Optisch sind beide Varianten gleich gut.

Das Hexanon AR 50 mm / F1,4 ist nicht ganz so häufig wie seine lichtschwächere Alternative, taucht aber recht häufig auf. Es ist leicht und günstig zu bekommen, allerdings nicht ganz so billig wie der Hexanon AR 50 mm / F1,7. Ein großartiges Objektiv zu einem guten Preis.

Ausführungsvarianten
Objektivdaten
Bildwinkel: 46
Bauweise: 7 Elemente in 6 Gruppen
Blende: Vollautomatisch AE, kleinste Blende 16
Vollautomatisch AE, kleinste Blende 22
Naheinstellgrenze: 0,45 m
Filtergewindedurchmesser: 55 mm
Länge (bei ∞): 45 mm
Gewicht: 290 g (Version mit kleinster Blende 16)
265 g (Version mit kleinster Blende 22)
Streulichtblende: Metall, 55 mm rund zum Einschrauben
Objektivdiagramm: Objektivdiagramm Hexanon AR 50 mm / F1,4
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