Konica Autoreflex T4

Konica Autoreflex T4

Die Autoreflex T4 wurde 1978 als vollkommen neu entwickelter kleinerer und leichterer Nachfolger der interner LinkAutoreflex T3N auf den Markt gebracht. Sie hat wenig mit dem Vorgänger gemein, die wichtigsten nach untenÄnderungen gegenüber dem Vorgängermodell sind unten zusammengefasst. Die Autoreflex T4 ist äußerlich der zwei Jahre früher eingeführten Autoreflex TC / ACOM-1 sehr ähnlich und verwendet wie diese in großem Umfang Kunststoffteile für das Gehäuse. Genau wie bei der interner LinkAutoreflex TC / ACOM-1 hat sich der schwarze Kunststoff für die obere Kappe mit dem Prismengehäuse bewährt und die Belederung neigt stark zum Schrumpfen, was bei einigen Exemplaren sehr hässlich aussieht, aber nur ein kosmetisches Problem ohne Einfluss auf die Funktionsfähigkeit ist. Bei der Autoreflex T4 ist die Bodenplatte nicht aus Kunststoff, sondern wieder aus Metall.

Die Autoreflex T4 war nur in schwarz erhältlich.

Anders als die Autoreflex TC / ACOM-1 ist die Autoreflex T4 wieder eine vollausgestattete Spiegelreflexkamera. Bei der Autoreflex T4 gibt es lange Belichtungszeiten bis zu 1 s (und B), eine Abblendtaste für die Schärfentiefenvorschau und eine Einrichtung für Mehrfachbelichtung. Als erste Konica-Spiegelreflexkamera hat die Autoreflex T4 einen Anschluss für einen externen Motor, den Winder AR, mit dem bis zu 2 Bilder pro Sekunde gemacht werden können.

Gegenüber der Autoreflex TC / ACOM-1 wurde der Sucher der Autoreflex T4 nochmals verbessert. Er ist noch heller und hat nicht mehr den Blaustich des Vorgängers. Von allen mechanischen Konica-Spiegelreflexkameras hat die Autoreflex T4 den hellsten und besten Sucher, er ist genauso hell und klar wie die hervorragenden Sucher der späteren elektronischen Modelle. Er ist standardmäßig mit Schnittbildentfernungsmesser und Mikroprismenring ausgestattet. Die Sucheranzeigen sind weitgehend identisch geblieben wie bei der Autoreflex TC / ACOM-1, leider hat Konica auch bei der Autoreflex T4 auf die Anzeige der eingestellten Verschlusszeit im Sucher verzichtet.

Wie alle anderen Kameras aus der Autoreflex-Reihe ist auch die Autoreflex T4 robust gebaut und verträgt auch raue Behandlung klaglos. Der bereits in den Vorgängern bewährte Copal-Metallschlitzverschluss arbeitet auch bei großer Kälte und nach langer Zeit zuverlässig.

Einen Schwachpunkt gibt es allerdings an der Autoreflex T4: Der Belichtungsmesser ist zumindest verglichen mit anderen Konica-Modellen vergleichsweise anfällig und bei einer ganzen Reihe von Kameras nicht mehr funktionsfähig. Ersatzteile gibt es praktisch keine mehr, nur noch durch »Ausschlachten« eines anderen Exemplars. Die Teile aus dem Belichtungsmesser der Autoreflex TC / ACOM-1 passen nicht, die Belichtungsmesser der beiden Modelle sind unterschiedlich, derjenige der Autoreflex T4 bietet einen größeren Empfindlichkeitsbereich.

Wie sehr viele Kameras aus dieser Epoche verwendet auch die Autoreflex T4 Quecksilberoxidbatterien für den Belichtungsmesser (2x Typ PX625). Diese Batterien dürfen mittlerweile aus Umweltschutzgründen nicht mehr hergestellt werden und werden zunehmend rar. Der Verwendung von Silberoxidbatterien oder Alkalibatterien gleicher Baugröße führt zu Fehlmessungen, da diese Batteriesorten andere Spannungen haben. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, wie man das Problem umgehen kann. Weitere Infos und Lösungsmöglichkeiten zum Thema interner LinkQuecksilberoxidbatterien gibt es hier.

Es ist sicher Geschmackssache, ob man lieber mit einer der nahezu unverwüstlichen aber auch großen und schweren vollmechanischen Kameras aus der »großen« Autoreflex-Serie fotografiert oder doch lieber mit einer der moderneren, kleineren und leichteren Nachfolger, die über einen helleren Sucher verfügen. Wer Wert auf eine vollmechanische und vollausgestattete Kamera legt, die nicht so groß und schwer ist wie die »großen« Autoreflex-Kameras, der liegt mit der Autoreflex T4 genau richtig.

Die Autoreflex T4 wurde nur über einen recht kurzen Zeitraum gebaut, da sie bereits 1979 von der elektronisch gesteuerten interner LinkFS-1 mit eingebautem Motor abgelöst wurde. Sie wird daher weit weniger oft angeboten als die äußerlich ähnliche Autoreflex TC / ACOM-1 und wird auch höher gehandelt. Es ist aber durchaus möglich, zu einem vernünftigen Preis an ein gut erhaltenes Exemplar zu kommen.

Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell Autoreflex T3N:

Die Autoreflex T4 ist eine vollständige Neukonstruktion und unterscheidet sich bereits äußerlich stark von der Autoreflex T3N. Sie ist kleiner und leichter und sie hat einen helleren Sucher mit standardmäßigem Schnittbild-Entfernungsmesser sowie eine Anschlussmöglichkeit für einen externen Motor. Dafür fehlt die Anzeige der eingestellten Verschlusszeit im Sucher, die M-Synchronisation für Blitzbirnen und der eingebaute Okularverschluss der Autoreflex T3N. Alle Bedienelemente wurden abgeändert, Selbstauslöser und Abblendtaste für die Schärfentiefevorschau sind nicht mehr in einem Hebel kombiniert, sondern getrennt.

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