Konica Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5

Konica Zoom-Hexanon AR
35-70 mm / F3,5-4,5
bei 70 mm Brennweite

Konica Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 bei 35 mm Brennweite

Konica Zoom-Hexanon AR
35-70 mm / F3,5-4,5
bei 35 mm Brennweite

Konica Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5

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Das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 ist ein Drehzoom mit zwei getrennten Einstellringen für Brennweitenregulierung und Scharfstellung. Es wurde 1985 zusammen mit der interner LinkTC-X eingeführt und oft mit dieser Kamera im Paket verkauft. Es ersetzte das ältere interner LinkZoom-Hexanon AR 35-70 mm / F4, ebenfalls ein Drehzoom. Das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 ist ein kleines und sehr leichtes Objektiv, die Objektivfassung besteht bei diesem Modell vollständig aus Kunststoff, nicht mehr aus Metall. Deshalb fühlt es sich auf den alten, schweren Gehäusen bis einschließlich der interner LinkAutoreflex T3N merkwürdig unbalanciert an.

Das Objektiv ändert bei Brennweitenverstellung seine Länge, je kürzer die eingestellte Brennweite, um so länger ist das Objektiv. Wie bei fast allen Konica-Zoomobjektiven dreht sich das vorderste Element beim Scharfstellen, was die Benutzung mit Pol- oder Verlaufsfiltern erschwert.

Das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 war wahrscheinlich das letzte Objektiv, das von Konica auf den Markt gebracht wurde, bevor der Bau von Spiegelreflexkameras 1987 eingestellt wurde.

Soweit mir bekannt, ist das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 auch das einzige Konica-Objektiv, in dem die damals neu entwickelten ashphärischen Kunststofflinsen verbaut wurden – die asphärische Hinterlinse bei diesem Objektiv besteht nicht aus Glas, so dass beim Reinigen dieser Linse besondere Vorsicht geboten ist, um ein Zerkratzen zu vermeiden.

Da das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 nur zwei Jahre lang gebaut wurde, hat es keine Änderungen erfahren, es gibt nur eine Ausführung. Alle Exemplare dieses Objektivs entsprechen der spätesten Ausführung mit Vollkunststoff-Bauweise, einer kleinsten Blende 22 und der grünen AE-Markierung mit rechteckigem AE-Entriegelungsknopf.

Das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 hat eine Vorrichtung für Nahaufnahmen. Normalerweise lässt es sich auf minimal 0,8 m scharfstellen, wenn das Objektiv am Brennweitenring auf den Makromodus gestellt wird, kann die minimale Distanz bis auf 0,35 m verkürzt werden. Dies ermöglicht zwar gelungene Nahaufnahmen, für echte Makroaufnahmen reicht es aber nicht aus.

Als das Objektiv auf den Markt gebracht wurde, hatte sich die durchschnittliche Qualität von Zoomobjektiven gegenüber den 70er Jahren bereits dramatisch verbessert.

Das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 hat auch für seine Zeit recht gute Abbildungsleistungen. Die Bilder sind scharf und recht kontrastreich. Im Weitwinkelbereich hat es eine leichte Tonnenverzeichnung, die bei geraden Linien am Bildrand schon zu sehen ist. Im Telebereich eine sehr geringe Kissenverzeichnung, die auch mit geraden Linien am Bildrand kaum auffällt. Auch die Vignettierung im Weitwinkelbereich hält sich in erträglichen Grenzen. Durch die ziemlich geringe Lichtstärke ist das Sucherbild allerdings recht dunkel und das genaue Scharfstellen ist oft durch ein abgedunkeltes Schnittbild oder Mikroprismenfeld erschwert. Angeblich ist der Vorvorgänger, das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5, von besserer optischer Qualität, ich habe aber selbst bisher keine Vergleichsmöglichkeit gehabt.

Das Objektiv wurde mit einer passenden runden Kunststoff-Streulichtblende ausgeliefert. Diese ist allerdings ziemlich flach geraten und bietet kaum vernünftigen Schutz – ein häufiges Problem bei Zoomobjektiven, die einen Brennweitenbereich von Weitwinkel- bis Teleobjektiv abdecken.

Zoomobjektive dieses Brennweitenbereichs und vergleichbarer Lichtstärke waren zu dieser Zeit sehr populär und wurden auch von anderen Herstellern meistens als einziges Objektiv mit den Kameragehäusen verkauft. Meiner Meinung nach kann solch ein Zoomobjektiv aber ein lichtstarkes Standardobjektiv nicht ersetzen, die Einschränkungen durch die geringe Lichtstärke sind zu schwerwiegend.

Obwohl das Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 nur zwei Jahre lang gebaut wurde, ist es ziemlich häufig anzutreffen, meistens allerdings in Kombination mit einem TC-X-Gehäuse. Einzeln angeboten, erzielt es mittlere Preise, es ist weder besonders billig noch ein teures Sammlerstück. Wer ein Zoomobjektiv haben möchte, das bei guter Bildqualität und niedrigem Gewicht den Bereich von leichtem Weitwinkel bis leichtem Teleobjektiv abdeckt, ist mit dem Objektiv gut bedient. Der optisch – vor allem hinsichtlich Verzeichnung – bessere Vorläufer interner LinkZoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5 ist wesentlich schwieriger zu bekommen und man muss höhere Preise füt dieses Objektiv zahlen.

Größenvergleich 35-70 mm Zoomobjektive

Größenvergleich verschiedener 35-70 mm-Objektive:
Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5 (links)
Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F4 (Mitte)
Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5 (rechts)

Objektivdaten
Bildwinkel: 63-34
Bauweise: 8 Elemente in 8 Gruppen
Hinterlinse ist eine asphärische Kunststofflinse
Blende: Vollautomatisch AE, kleinste Blende 22
Naheinstellgrenze: 0,8 m, im Makromodus 0,35 m
Filtergewindedurchmesser: 55 mm
Länge (bei ∞ und 70 mm Brennweite): 59 mm
Gewicht: 215 g
Streulichtblende: Kunststoff, 55 mm rund zum Einschrauben (mitgeliefert)
Objektivdiagramm: Objektivdiagramm Zoom-Hexanon AR 35-70 mm / F3,5-4,5
Weitere Seiten zu den Konica Hexanon- und Hexar-Objektiven:

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