Konica Autoreflex A3

Konica Autoreflex A3

Die Autoreflex A3 wurde 1973 als Nachfolger der Autoreflex A1000 und einfachere Ergänzung bzw. günstige Alternative zur interner LinkAutoreflex T3 auf den Markt gebracht. Anfang und Mitte der 70er Jahre waren vollausgestattete Spiegelreflexkameras noch sehr teure, wertvolle Geräte. Auf der anderen Seite boten Sucherkameras, damals fast ausschließlich noch mit fest eingebauten, festbrennweitigen Objektiven, nicht die vielfältigen fotografischen Möglichkeiten wie heute. Um die Lücke zu schließen, boten viele Hersteller einfach »abgespeckte« Versionen ihrer Spiegelreflexkameras als Einsteigermodelle und günstigere Alternative an, so auch Konica. Am einfachsten waren niedrige Preise zu erzielen, indem nicht unbedingt nötige, aber aufwendige Ausstattungsmerkmale einfach weggelassen wurden. Die Autoreflex A3 ist nichts anderes als eine auf das Unverzichtbare reduzierte Version der Autoreflex T3.

Im Funktionsumfang ist die Autoreflex A3 gegenüber der vollausgestatteten Autoreflex T3 deutlich reduziert. Die nachstehenden Ausstattungsmerkmale und Funktionen der Autoreflex T3 wurden bei der Autoreflex A3 weggelassen:

Die Autoreflex A3 gab es nur in chrom-schwarz, eine schwarze Ausführung wie bei der vollausgestatteten »großen Schwester« Autoreflex T3 wurde nicht angeboten. Auch die bei der Autoreflex T3 als Option erhältliche, aber seltene Mattscheibe mit Schnittbildentfernungsmesser anstatt des Mikroprismen-Zentrums wurde für die Autoreflex A3 nicht angeboten.

Da die Autoreflex A3 nicht über einen An-/Ausschalter für den Belichtungsmesser verfügt, sollte bei Nichtbenutzung immer ein Objektivdeckel auf dem Objektiv sein, sonst sind die Batterien relativ schnell verbraucht. Wenn man dies beherzigt, hält sich der Batterieverbrauch in erträglichen Grenzen.

Wie alle ihre Vorgänger und ihr Nachfolger aus der Reihe der »großen« Autoreflex-Kameras ist die Autoreflex A3 extrem robust gebaut und verträgt auch raue Behandlung klaglos. Der bereits in den Vorgängern bewährte Copal-Metallschlitzverschluss arbeitet auch bei großer Kälte und nach langer Zeit zuverlässig. Ein echtes Arbeitspferd, das auch nach 30 Jahren noch alltagstauglich ist.

Die Autoreflex A3 ist wie alle »großen« Autoreflex-Kameras in Ihren Abmessungen recht ausladend und – vor allem für moderne Verhältnisse – ziemlich schwer. Der Copal-Metallschlitzverschluss ist recht laut, das Geräusch kann bei manchen Gelegenheiten schon mal stören.

Als Kamera für den Gebrauch würde ich eine Autoreflex A3 heute allerdings nicht mehr kaufen. Die Kameras sind relativ selten und daher genauso teuer oder sogar oft noch teurer als die wesentlich umfangreicher ausgestattete Autoreflex T3. Vorteile gegenüber diesem Modell bietet die Autoreflex A3 nicht, es gibt also keinen Grund, auf die bessere Ausstattung der Autoreflex T3 zu verzichten. Die Autoreflex A3 ist heute eigentlich nur noch als Sammlerstück interessant – wenn man schon eine hat, kann man sie natürlich weiterhin benutzen.

Wie sehr viele Kameras aus dieser Epoche verwendet auch die Autoreflex A3 Quecksilberoxidbatterien für den Belichtungsmesser (2x Typ PX675). Diese Batterien dürfen mittlerweile aus Umweltschutzgründen nicht mehr hergestellt werden und werden zunehmend rar. Der Verwendung von Silberoxidbatterien oder Alkalibatterien gleicher Baugröße (SR 44 bzw. LR 44) führt zu Fehlmessungen, da diese Batteriesorten andere Spannungen haben. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, wie man das Problem umgehen kann. Weitere Infos und Lösungsmöglichkeiten zum Thema interner LinkQuecksilberoxidbatterien gibt es hier.

Eine ausführliche Übersicht über die interner Linktechnischen Daten und Ausstattungsmerkmale gibt es hier.

1976 wurde die Autoreflex A3 von der vollkommen neu entwickelten interner LinkAutoreflex TC abgelöst. Mir ist nicht bekannt, ob die Autoreflex A3 bis dahin gebaut wurde, oder ob sie bereits früher mit dem Erscheinen der interner LinkAutoreflex T3N eingestellt wurde.

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