Konica Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4

Konica Zoom-Hexanon AR
65-135 mm / F4
bei 65 mm Brennweite
frühe Ausführung
gelbe EE-Markierung

Konica Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 bei 135 mm Brennweite

Konica Zoom-Hexanon AR
65-135 mm / F4
bei 135 mm Brennweite
späte Ausführung
grüne AE-Markierung

Konica Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4

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Das Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 ist ein Schiebezoom mit einem gemeinsamen Einstellring für Brennweitenregulierung und Scharfstellung. Es wurde Mitte der 70er Jahre zur Zeit der interner LinkAutoreflex T3N eingeführt und bereits Ende der 70er Jahre wieder aus dem Programm genommen. Anfang der 80er Jahre zur Zeit der interner LinkFC-1 wurde das interner LinkZoom-Hexanon AR 70-150mm / F4 eingeführt, das man als Nachfolger bezeichnen kann. Einen direkten Vorläufer hat das Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 nicht, es war das erste Konica-Zoom, das diesen Brennweitenbereich von ganz leichtem bis mittlerem Teleobjektiv abdeckte. Die Objektivfassung besteht bei diesem Modell noch vollständig aus Metall.

Das Objektiv ändert bei Brennweitenverstellung seine Länge, je länger die eingestellte Brennweite, um so länger ist das Objektiv. Wie bei fast allen Konica-Zoomobjektiven dreht sich das vorderste Element beim Scharfstellen, was die Benutzung mit Pol- oder Verlaufsfiltern erschwert.

Da das Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 wie die meisten Konica-Zoomobjektive nur einige Jahre gebaut wurde, hat es kaum Änderungen erfahren und es gibt nur wenige nach untenAusführungsvarianten. Nur die Beschriftung der Automatikstellung änderte sich von gelber EE-Markierung zu grüner AE-Markierung. Alle Exemplare dieses Objektivs entsprechen ansonsten der mittleren Ausführung mit Metall-Bauweise, dem Fokussierring mit Würfelmuster-Gummieinlage und einer kleinsten Blende 16 mit rundem AE-Entriegelungsknopf.

Bis Mitte der 80er Jahre gab es – unabhängig vom Hersteller – kaum Zoomobjektive mit einem Brennweitenbereich größer als zweieinhalb- oder dreifach, die von brauchbarer optischer Qualität waren. Auch bei den einfacher zu beherrschenden Zweifach- oder Dreifachzoomobjektiven aus den 60er und 70er Jahren muss bei Objektiven aller Hersteller meistens mit sichtbar schlechteren optischen Leistungen gerechnet werden als bei Festbrennweiten, vor allem in Hinsicht auf Schärfe und Kontrast. Manche Zoomobjektive aus dieser Ära weisen auch deutliche Verzeichnungen auf, besonders im Weitwinkelbereich gibt es oft starke Vignettierung. Die Konica-Zoomobjektive gehören zwar überwiegend für ihre jeweilige Zeit zu den besseren, können aber trotzdem mit den erstklassigen Festbrennweiten aus dieser Zeit oder mit heutigen Zoomobjektiven aus dem oberen Qualitätssegment oft nicht ganz mithalten.

Das Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 hat für seine Zeit recht gute Abbildungsleistungen. Die Bilder sind scharf, recht kontrastreich und frei von auffälligen Verzeichnungen, auch Vignettierungen sind kaum sichtbar. Durch die mäßige Lichtstärke ist das Sucherbild allerdings gerade mit älteren Gehäusen nicht besonders hell und das genaue Scharfstellen ist manchmal durch ein abgedunkeltes Schnittbild oder Mikroprismenfeld erschwert. Wie die meisten Zoomobjektive ist es anfällig für Kontrastverlust durch Streulicht, so dass die mitgelieferte Streulichtblende konsequent verwendet werden sollte.

Das Objektiv wurde mit einer passenden Metall-Streulichtblende ausgeliefert, die innen mit schwarwem Samt bezogen ist. Diese Streulichtblende ist recht tief, bietet dadurch einen guten Schutz und lässt sich auch sehr gut an den 85, 100 und 135 mm Festbrennweiten verwenden.

Streulichtblende Konica Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / 1:5

Streulichtblende
Konica Zoom-Hexanon AR
65-135 mm / 1:4

Die optische Leistung ist geringfügig besser als beim Nachfolgemodell Zoom-Hexanon AR 70-150 mm / F4. Dafür ist der Nachfolger erheblich kleiner und leichter.

Das Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4 ist nicht sehr häufig, sein Brennweitenbereich war nicht so populär wie der von 80 bis 200 mm, für den es eine Vielzahl von Objektiven auf dem Markt gibt. Es erzielt mittlere Preise und ist weder besonders billig noch ein teures Sammlerstück. Wer ein Zoomobjektiv haben möchte, das bei guter Bildqualität und niedrigem Gewicht den typischen Portrait-Brennweitenbereich von ganz leichtem bis mittlerem Teleobjektiv abdeckt, ist mit dem Objektiv gut bedient.

Köcher Konica Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / 1:5

Köcher
Konica Zoom-Hexanon AR
65-135 mm / 1:4

Ausführungsvarianten
Objektivdaten
Bildwinkel: 36-18
Bauweise: 13 Elemente in 9 Gruppen
Blende: Vollautomatisch AE, kleinste Blende 16
Naheinstellgrenze: 1,5 m
Filtergewindedurchmesser: 55 mm
Länge (bei ∞ und 65 mm Brennweite): 127 mm
Gewicht: 600 g
620 g
Streulichtblende: Metall, 55 mm rund zum Einschrauben (mitgeliefert)
Objektivdiagramm: Objektivdiagramm Zoom-Hexanon AR 65-135 mm / F4
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