Konishiroku Hexanon 52 mm / 1:1,4

Konishiroku Hexanon 52 mm / 1:1,4

Hexar 52 mm / 1:1,4 Revue-Ausführung

Hexar 52 mm / 1:1,4
Revue-Ausführung

Konishiroku Hexanon 52 mm / 1:1,4
Hexar 52 mm / 1:1,4

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Das Hexanon / Hexar 52 mm / 1:1,4 ist das lichtstärkste Normalobjektiv für die Kameras mit dem alten interner LinkF-Bajonett – und mit seiner Lichtstärke von 1:1,4 das lichtstärkste Objektiv von Konica für dieses Bajonett überhaupt.

Es dürfte außerdem das älteste Konica-Spiegelreflexobjektiv sein, denn es wurde bereits mit der ersten Spiegelreflexkamera aus dem Hause Konica – der Konica F – als Normalobjektiv ausgeliefert. Für diese Kamera mit gekuppelten Belichtungsmesser gab es auch nur dieses eine Normalobjektiv, die lichtschwächeren und günstigeren Normalobjektive Hexanon 50 mm / 1:2 und interner LinkHexanon / Hexar 52 mm / 1:1,8 gab es erst später zu den nachfolgenden Kameramodellen ohne gekuppelten Belichtungsmesser.

Das Objektiv wurde nicht mehr in das neue interner LinkAR-Bajonett übertragen, sondern mit Umstellung auf das neue Bajonett eingestellt und durch das interner LinkHexanon / Hexanon AR 57 mm / F1,4 ersetzt.

Auf den Gehäusen, die in Deutschland unter der Marke Revue und in den USA unter der Marke Wards verkauft wurden, ist das Objektiv lediglich mit der Typenbezeichnung Hexar versehen, ohne Herstellerangabe. Auf den normal mit Konica bezeichneten Gehäusen trägt es die Bezeichnung Konishiroku Hexanon. Von Anfang an und in allen Varianten verfügte es über eine Automatikblende, d. h. die Kamera schließt die Blende im Moment der Aufnahme von alleine auf den vorher am Objektiv eingestellten Wert. Das war 1960 noch keine Selbstverständlichkeit.

Die Abbildungsleistungen sind gut, das Hexanon / Hexar 52 mm / 1:1,4 zeichet scharfe und kontrastreiche Bilder mit neutraler Farbwiedergabe, verzeichnungsfrei und ohne auffällige Vignettierung.

Der Unterschied in der Lichtstärke zu den beiden günstigeren Normalobjektiven mit 1:1,8 und 1:2 beträgt etwa 2/3 bzw. eine Blendenstufe – das ist heute längst nicht mehr so entscheidend wie zu einer Zeit, als der empfindlichste erhältliche Farbfilm Kodachrome 64 war. Manchmal ist die geringere Schärfentiefe bei voll geöffneter Blende trotzdem wünschenswert, besonders für Portraitaufnahmen. Und gerade in der Dämmerung ist es dann eben doch oft das entscheidende Quäntchen, das über verwacklungsfreie oder schon verwackelte Aufnahmen aus der Hand entscheidet.

Wie alle Objektive für das alte F-Bajonett ist auch das Hexanon / Hexar 52 mm / 1:1,4 nicht häufig zu finden. Am ehesten bekommt man es noch zusammen mit einem entsprechenden Gehäuse, einzeln werden die Objektive kaum angeboten. Einen gewissen Sammlerwert dürfte trotzdem nur die Variante mit der Kupplung für den Belichtungsmesser der Konica F haben, die extrem selten ist.

Ausführungsvarianten
Objektivdaten
Bildwinkel: 45
Bauweise:  
Blende: Automatisch, kleinste Blende 16
Naheinstellgrenze: 0,6 m
Filtergewindedurchmesser: 49 mm (Version mit Kupplung für Belichtungsmesser der Konica F)
55 mm (andere Versionen)
Länge (bei ∞): 41 mm
Gewicht: 290 g
Streulichtblende: Metall, 49 bzw. 55 mm rund zum Einschrauben
Weitere Seiten zu den Konica Hexanon- und Hexar-Objektiven:

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